Frutiger: Baukompetenz aus dem Berner Oberland

Die Frutiger Gruppe gehört zu den traditionsreichsten Bauunternehmen der Schweiz. Ihren Anfang nahm die Geschichte im Jahr 1869, als Johann Frutiger in Oberhofen am Thunersee mit der Firma «Johann Frutiger, Baumeister» den Grundstein legte. Diese Gründungszeit fiel in eine Phase des Aufbruchs: Der aufkommende Tourismus im Berner Oberland trieb den Bau und die Verbesserung von …

Die Frutiger Gruppe gehört zu den traditionsreichsten Bauunternehmen der Schweiz. Ihren Anfang nahm die Geschichte im Jahr 1869, als Johann Frutiger in Oberhofen am Thunersee mit der Firma «Johann Frutiger, Baumeister» den Grundstein legte. Diese Gründungszeit fiel in eine Phase des Aufbruchs: Der aufkommende Tourismus im Berner Oberland trieb den Bau und die Verbesserung von …

Die Frutiger Gruppe gehört zu den traditionsreichsten Bauunternehmen der Schweiz.

Ihren Anfang nahm die Geschichte im Jahr 1869, als Johann Frutiger in Oberhofen am Thunersee mit der Firma «Johann Frutiger, Baumeister» den Grundstein legte.

Projekte mit Wirkung

Über die Jahrzehnte entwickelte sich das Unternehmen von der regionalen Bauunternehmung zu einem Anbieter, der Infrastruktur und Hochbau sichtbar mitprägte.

In der Unternehmenshistorie werden unter anderem Infrastrukturbauten (z. B. Bahnhof Thun, Schifffahrtskanal Thun/Scherzligen), bedeutende Strassenprojekte sowie Kraftwerks- und Staumauerbauten (u. a. Grimsel-Staumauern) als prägende Referenzen der frühen Generationen genannt.

Solche Arbeiten sind mehr als einzelne Bauwerke: Sie sind Grundlagen für Mobilität, Energieversorgung und regionale Entwicklung – und damit für die Standortqualität einer ganzen Region.

Vom Baumeister zur Gruppe

Ein wichtiger Schritt war die Erweiterung vom klassischen Baugeschäft hin zu umfassenderen Rollen: In den 1970er Jahren wurde Frutiger als Generalunternehmer aktiv.

Später folgten internationale Aktivitäten über «Frutiger International» (bis Mitte der 1990er Jahre) sowie die geografische Ausweitung in die Westschweiz.

Ab 2003 beschleunigte sich das Wachstum erneut: Akquisitionen erschlossen zusätzliche Märkte und Dienstleistungen und stärkten den Gruppencharakter.

Breites Leistungsspektrum

Heute positioniert sich Frutiger als Baudienstleister mit grosser Bandbreite: von öffentlichen Infrastrukturen über Hochbauprojekte bis zu Gesamtlösungen für den nationalen Immobilienmarkt.

Das Leistungsspektrum reicht dabei von klassischen Baukompetenzen (Hochbau, Strassenbau, Tiefbau) bis zu Spezialdisziplinen wie Untertagbau, Spezialtiefbau, Bautenschutz oder Stahl- und Metallbau; ergänzt um Bereiche wie Logistik- und Kranleistungen sowie Immobilienentwicklung und -dienstleistungen.

Neun Marken, ein Verbund

Ein Kennzeichen der Frutiger Gruppe ist ihre Mehrmarken-Struktur. Unter dem Dach der Gruppe werden neun Brands geführt – darunter Frutiger AG, Belloni SA, AG Balmholz, Greuter AG, Diamantbohr AG, Balzan + Immer SA, e-therm AG, Baustofflabor AG und Moll SA.

Diese Struktur ist in der Praxis ein Vorteil: Spezialisierte Einheiten können ihre Stärken ausspielen, während die Gruppe gemeinsam grosse Projekte abdecken und Schnittstellen koordinieren kann.

Bedeutung für die Schweiz

Frutiger betont die Verwurzelung in Thun und gleichzeitig die Präsenz in der ganzen Schweiz – verbunden mit einem klaren Selbstverständnis als Handwerks- und Familienunternehmen über mehrere Generationen.

Nach eigener Darstellung zählt die Gruppe zu den drei grössten Bauunternehmen der Schweiz.

Unabhängig von Rankings zeigt vor allem das Leistungsspektrum, wie stark Frutiger entlang der Wertschöpfungskette wirken kann: Planung, Ausführung, Spezialisierungen und Immobilienlösungen aus einem Verbund – das ist für öffentliche Auftraggeber, Unternehmen und Investoren ein zentraler Mehrwert.

Als grober Grössenindikator werden für die Gruppe u. a. folgende Kennzahlen genannt:

  • Struktur: 21 Tochterunternehmungen
  • Mitarbeitende: rund 2’700
  • Jahresumsatz: mehr als 800 Mio. CHF
  • Gruppe/Brands: 8 Tochterunternehmen bzw. neun Brands (Mehrmarken-Auftritt)

Damit steht Frutiger beispielhaft für Schweizer Bauunternehmen, die Tradition, technische Breite und moderne Gruppenstrukturen kombinieren – mit dem Anspruch, Infrastruktur und Bauwerke zu realisieren, die langfristig funktionieren.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert